Freiraum DIY – Nistkasten bauen

Februar. Der Frühling steht – hoffentlich – in den Startlöchern. Das heißt für uns: allerhöchste Zeit Nistkästen aufzustellen. Vögel haben heutzutage immer weniger Möglichkeiten, Nistplätze in der freien Natur zu finden. Vor allem Höhlenbrüter, die sonst ihr Nest in Baumlöchern, Felsspalten oder Mauerlöchern bauen, haben es schwer. Neben fast allen Meisenarten brauchen auch Sperling und Gartenrotenschwanz ihre „Höhle“. Mit einem Nistkasten könnt ihr den Vögeln helfen. Klar gibt es die mittlerweile für ein paar Euro in jedem Billigladen. Aber mal ehrlich: Ist es nicht viel schöner selbst einen zu bauen? Für Kinder ein echtes Highlight! Ihr erfahrt hier, wie ihr einen Nistkasten baut.

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Einkaufszettel:

Holz (alles 18 mm Brettstärke in unserem Beispiel, sonst Maße entsprechend anpassen):

– 1 x 18 x 27 cm (Rückwand)

– 1 x 18 x 24 cm (Vorderwand)

– 2 x  22 x 27 cm (Seitenwand, ist mit einer Schräge, siehe Zeichnung)

– 1 x 18 x 18 cm (Boden)

– 1 x 24 x 26 cm (Dach)

– 1 x 5 x 50 cm (Leiste)

– Nägel

– evtl. Windhaken

Nistkasten

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1. Die Teile entweder im Holzuschnitt beim Baumarkt eures Vertrauens kaufen oder selbst sägen. Die Seitenwände sind an einer Seite schräg. Spätestens da müsst ihr vermutlich selbst sägen.

2. In das Bodenteil 2 Löcher bohren, damit Nässe abfließen kann.

3. Die Rückwand an den Boden nageln.

4. Die Seitenwände an den Boden nageln.

5. Danach das Dach befestigen.

6. Loch in Vorderwand bohren. Je nach Vogelart, muss das Loch einen bestimmten Durchmesser haben:

26-28mm: Blau-, Tannen-, Hauben-, Sumpfmeise, Sperling

32-34 mm: Kohlmeise, Wendehals, Gartenrotschwanz

6. Damit ihr den Nistkasten vor dem Winter reinigen könnt, müsst ihr an die Seitenwände zwei Nägel hämmern, die dann die

Drehachse für die Vorderwand sind.

7. Zum Verschließen haben wir einfach einen Nagel verwendet. Ihr könnt aber auch einen kleinen Windhaken im Baumarkt kaufen.

Falls ihr noch etwas Dachpappe habt, könnt ihr das Dach damit isolieren.

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Natürlich mögen die Vögel am liebsten unbehandeltes Holz. Also seid auch mit Lasur vorsichtig. Dennoch wollten wir unseren Nistkasten etwas pimpen. 😉

Angeblich funktioniert das auch mit Holzleim. Wir haben aber mit dem Foto-Transfer-Potch die sichere Variante gewählt. Damit könnt ihr Fotos oder das Logo eures Lieblingsvereins auf das Holz bringen. So geht’s:

1. Druckt euer Motiv  – ganz wichtig – spiegelverkehrt und mit dem Laserdrucker aus. Mit einem Tintenstrahldrucker funktioniert es leider nicht.

2. Schneidet eure Motive aus.

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3. Tragt den Potch satt auf das glatte Holz auf und legt sofort das Motiv drauf. Dann glattstreichen mit dem Spachtel (Vorsicht, verrutscht schnell). Danach das überschüssige Potch mit dem Lappen entfernen.

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4. WARTEN und Tee trinken. Am besten 24 Stunden …

5. Dann mit Wasser und Schwamm das Papier entfernen.

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6. Und freuen!!!!!!!! 🙂